Kultur am Aussterben

Kultur und Oper sterben aus. Das ist daran zu erkennen, dass es nur noch sehr wenige echte Opern gibt, die benutzt werden. Die meisten sind Relikte aus längst vergangenen Zeiten, die nur zur Besichtigung da sind. Dort erzählt der Reiseführer stolz, welche Stücke aufgeführt wurden und von wem sie gespielt wurden. Viel interessanter wäre es doch, wenn man diese Stücke noch einmal neu aufleben lassen und ein neues Publikum dafür faszinieren würde. So ein Opernstück ist eine Meisterleistung an Schauspiel und Gesang, nicht zu vergleichen mit dem aktuellen Unterhaltungsprogramm im Fernsehen. Wirklich, was ist anspruchsvoller – eine wunderbar in Szene gesetzte Oper mit großartiger Lyrik oder Barbara Salesch?

Lasst euch dies mal durch den Kopf gehen – und tut etwas für mehr Kultur!

Russische Oper – Eugen Onegin

Nun eine kurze Übersicht über Akt eins des wundervollen Werks Pjotr Iljitsch Tschaikowskis, das großen Anklang beim russischen Publikum erlangte. Es beginnt auf der Veranda auf dem Landsitz der Larinas. Die Familie vergnügt sich mit Bauern, sie singen zusammen, haben Spaß und schließlich schließt sich auch Lenski, der Verlobte, dem Spiel an. Er hat allerdings einen Unbekannten Gast dabei, Eugen Onegin, nachdem das Stück benannt ist. Der gepflegte Mann aus der Großstadt hinterlässt bei seiner Abreise einen gewaltigen Eindruck bei den Versammelten. Wie er redet, wie er sich gibt, das war etwas, das diese Menschen noch nicht gesehen hatten. Schließlich gesteht sich Tatjana, der Charakter, um den sich die Geschichte dreht, die Liebe zu Onegin ein und schreibt ihm einen Brief.

Doch mehr zu verraten wäre nicht schlau, denn man muss es gesehen haben.