das problem besteht darin, dass kunst und kultur in allen seinen erscheinungsformen immer schon politisch war, weil sie (zum überwältigenden grossteil) immer reaktion auf die gesellschaft war. weil von film, literatur, theater, musik bis hin zu malerei, artistik, etc. immer das hässliche und das schöne, das mächtige und das ohnmächtige, freiheit und unterdrückung, etc als kernaussagen eine bedeutung haben. es ist immer eine politische entscheidung, pole und auch nuancen darzustellen. in der zeitgenössischen kunst ist eine sehr starke strömung zu erkennen, die sich in vielen facetten mit den, von der globalisierungskritik erkannten problemen beschäftigt (zB documenta in kassel, filme, etc.). das wichtige dabei ist, dass die unverfälschte politische sichtweise, die der künstler/die künstlerIn im werk artikuliert zur betrachtung, zur gedankenanregung, zur kommunikation zur verfügung steht, ohne zudem noch mit inhalten politischer strömungen beladen zu werden. das ist propaganda. ich gehe von einem selbstbewusstsein der künstlerInnen aus, das das auch zum grossteil nicht zulassen wuerde – sie wissen sehr genau, was sie tun und was nicht. eines der probleme ist, dass die kunst, die sie darbeiten, heutzutage ein schnäppchen ist. vergleicht man den heutigen preis mit den preis von vor 100 jahren, so ist die kultur heute nicht nur ein schnäppchen, sondern ein riesiges schnäppchen. eben weil keiner mehr daran interesse hat.